Stadtwerke Lübeck prüfen Windkraftbeteiligung
Zum Ausbau der eigenen Stromerzeugung prüfen die Stadtwerke Lübeck eine Beteiligung an einem Windkraft-Park.
Geprüft wird dabei unter anderem die Beteiligung an einem bereits bestehenden Windkraft-Park oder der Einstieg in ein Neubau-Projekt. Erste Vorschläge, wo und in welchem Umfang die Stadtwerke in die Windenergie-Produktion einsteigen, werden bereits Ende April erwartet.
"Unser Ziel ist es, einen möglichst hohen Anteil des Stromverbrauchs in Lübeck selbst zu produzieren. So werden wir unabhängiger vom Markt bzw. können durch den Handel mit Strom Vorteile erzielen", sagt Lars Hertrampf, Pressesprecher der Stadtwerke Lübeck.
Die Stadtwerke Lübeck betreiben bisher drei eigene Windmühlen, die allerdings dringend modernisiert werden müssen. "Und sowohl bei diesem Projekt als auch bei vorhandenen Ausbauplänen stoßen wir an die Vorgaben der Landesplanung, die einen sinnvollen Ausbau der Windkraft in und um Lübeck derzeit verhindert. Die Überlegung, sich an einem Windkraftpark zu beteiligen, ist für uns eine logische und notwendige Alternative, wenn wir unsere Energiebeschaffung in Übereinstimmung mit den Klimazielen der Bundesregierung ausrichten wollen", so Hertrampf.
Neben dem Ausbau der Windkraft streben die Stadtwerke eine bessere Auslastung der Blockheizkraftwerke an, um so auch die Energieerzeugung direkt vor Ort zu erhöhen und prüfen Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau. Notwendig sei hierfür aber die Ausweisung von Fernwärmevorrang-Gebieten.
"Wir haben in der Vergangenheit rund 60 Millionen Euro in den Bau klimaschonender BHKWs investiert. Wenn wir aber die Wärme nicht nutzen können, dann ist ein klimaeffizienter und wirtschaftlicher Betrieb und Bau von BHKWs nicht möglich", so Hertrampf. Auch hierüber würden deshalb derzeit intensive Gespräche mit der Stadt geführt.
Als drittes Standbein für eine lokale Stromerzeugung in Lübeck wollen die Stadtwerke den Bau von Solaranlagen ausweiten. Eine erste Solaranlage steht unmittelbar vor der Realisierung, weitere Anlagen werden derzeit erwogen.