20120209_presse_gross

Stadtwerke weihen neue 110 KV-Trasse ein

Stadtwerke weihen neue 110 KV-Trasse ein

Die Stadtwerke Lübeck haben am 21. Oktober eine neue 110 kV-Trasse eingeweiht. Die Trasse verläuft vom Umspannwerk der E.ON in Stockelsdorf zu einer ebenfalls neu errichteten Schaltanlage nach Rothebeck und von dort weiter nach Strecknitz.

Mit der neuen insgesamt 18,2 Kilometer langen Leitung wird Lübecks Süden so erschlossen, dass der wachsende Strombedarf durch den Hochschulstadtteil sowie durch das  Gewerbegebiet Genin Süd über eine entsprechende Leitungskapazität sicher gedeckt werden kann. Außerdem sei die neue Trasse ein Element für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hamburg - Lübeck - Travemünde. Die Investition in die Trasse und die Schaltanlage in Rothebeck beträgt 11,1 Millionen Euro.

"Was wir heute einweihen ist das Ergebnis einer vorausschauenden Planung und einer höchst effizienten Umsetzung im Sinne unserer Kunden und zum Wohle der weiteren Entwicklung des Wirtschaftraumes Lübeck", sagte Claus Möller, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Lübeck, anlässlich der Einweihung der Trasse. Sie bilde das Rückgrat für die weitere Entwicklung von Lübecks Süden.

Wolfgang Halbedel, Wirtschaftssenator der Hansestadt Lübeck, betonte: "Die Stadtwerke Lübeck haben mit diesem Projekt mehr getan, als Kabel zu vergraben und Transformatoren zu errichten: Sie schaffen die Voraussetzungen für mehr Lebensqualität und mehr Arbeitsplätze in der Stadt", betonte Halbedel.

Durch unser neues Konzept zur Netzeinspeisung sinken die Zahlungen für Netznutzung an den vorgelagerten Netzbetreiber ganz erheblich, erläuterte Marcus Böske, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH den energiewirtschaftlichen Nutzen des Projektes. Eine direkte Preisreduzierung dürfe zwar nicht erwartet werden, denn den eingesparten Zahlungen an den vorgelagerten Netzbetreiber stünden die Kosten der neuen Anlage gegenüber. "Es ist aber etwas vollkommen anderes, ob Geld aus Lübeck nach Bayreuth oder in den Rest der Republik fließt, oder ob zu vergleichbaren Kosten Investitionen in der Region getätigt werden", so Böske.

Die neue Leitung hat eine Kapazität von 160 Megawatt und wurde innerhalb von 15 Monaten gebaut. Dabei wurde insbesondere in sensiblen Bereichen wie dem Landschaftsschutzgebiet auf dem Teilstück vom Neubaugebet Bornkamp über den Ringstettenhof zur Kronsforder Allee das umweltschonende Bohrspülverfahren angewendet.

 

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