Stadtwerke wollen Wasser von den Hamburger Wasserwerken beziehen
Zur Sicherung der Wasserversorgung möchte die Stadtwerke Lübeck künftig rund ein Drittel des Wasserbedarfs der Hansestadt Lübeck von den Hamburger Wasserwerken beziehen. Hierüber haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung geschlossen.
Die Absichtserklärung bildet die Grundlage für die weiteren Vertragsverhandlungen und sieht vor, dass die Hamburger Wasserwerke in einem ersten Schritt rund 3,2 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr an die Lübecker Stadtwerke liefern. In einem weiteren Schritt wird die Lieferung von 4,2 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr ab Ende 2012 angestrebt. "Die Kooperation mit den Hamburger Wasserwerken ist die beste Lösung zur langfristigen Sicherung der Lübecker Wasserversorgung. Alle Interessen unseres Unternehmens, der Verbraucher und der Umwelt werden mit dieser Lösung optimal berücksichtigt. Wir erhalten das Wasser aus Großhansdorf sozusagen ‚schlüsselfertig' und sparen Investitionskosten von rund 13 Millionen Euro für ein eigenes, neues Wasserwerk. Dieses Geld hätte letztlich auf die Verbraucher umgelegt werden müssen", erläutert Kurt Kuhn, Geschäftsführer der EWL. Auch unter Umweltgesichtspunkten hat die Lieferung von Wasser von den Hamburger Wasserwerken Vorteile. "Wir vermeiden damit das Anzapfen eines bisher noch nicht erschlossenen Grundwasserleiters und beziehen unseren Bedarf aus vorhandenen Kapazitäten", so Kuhn. Die Lieferung erfolgt über eine etwa 35 Kilometer lange Leitung. Am 16. Juni 2006 berät der Aufsichtsrat der Stadtwerke den Vertragsentwurf. Abschließend entscheiden die Gesellschafter - die Hansestadt Lübeck und der dänische Partner DONG - über den Vertrag. Der Beginn der Wasserlieferung ist für 2008/2009 vorgesehen.